Instagram startete mit Fotos, doch jetzt ist die Plattform stark auf Kurzformvideos fokussiert. TikTok, die App, die unsere Jugend begeistert, ist ausschliesslich auf Videos ausgelegt. Lohnen sich Fotos noch? Braucht es sie überhaupt noch?

Der Hype um Kurzformvideos
Was macht Reels oder TikToks so unwiderstehlich? Warum können sich so manche kaum mehr vom Screen lösen, wenn sie durch ihre For-You-Page scrollen?
Um es kurz zu fassen: Stimulation. Bunte Farben, spannende Geschichten, viel Bewegung und catchy Songs oder lustige Sounds. Und das alles ohne irgendwelche Anstrengung. Video nach Video nach Video, auf einem Silbertablett. Eine sofortige Ausschüttung von Dopamin, welche man beliebig oft wiederholen kann, ohne mehr als einen Finger dafür rühren zu müssen. 

Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Fotos können bunt sein, eine geniale Farbkomposition und Auflösung haben oder ein interessantes Objekt enthalten, doch wenn man sie im Vergleich zu diesen Kurzformvideos betrachtet, fallen einige der Faktoren, die Videos so begehrt machen, weg. Die konstante Bewegung, die Songs oder lustigen Sounds und die spannenden Geschichten, die von einer anderen Person erzählt und mit Untertitel versehen werden, fehlen bei Fotos. 

Warum Fotos?
Wenn man vom Vergleich wegkommt, können Fotos aber genauso wertvoll sein. Sie sind in der Lage, Gefühle zu erwecken oder lehrreich zu sein. Durch die Caption kann man den Kontext hinzufügen, welche die Geschichte, die das Bild erzählt, wundervoll auf den Punkt bringt.
Fotos zeigen Perspektiven, die einem für gewöhnlich nicht geboten werden. Und natürlich werden sie noch immer für alles Mögliche gebraucht, zum Beispiel in der Werbe- oder Mode-Industrie oder von News-Outlets. Zusätzlich gibt es noch immer physische Medien, welche von Fotos leben. Plakate, Zeitungen, Magazine, Flyer, und so weiter und so fort!

Fotografen im Rampenlicht
Tatsächlich gibt es viele Creators, die fast ausschliesslich oder hauptsächlich Fotos posten und trotzdem Erfolg auf Plattformen wie Instagram geniessen. Zum Beispiel Chris Burkard, ein Naturphotographer, welcher 3.9 Millionen Instagram-Follower hat. Oder Lindsay Adler, mit ihren 431 Tausend Followern, intensiven Porträts und fesselnden Farbkombinationen.
Auch als exzellentes Beispiel dient Agnes Lloyd-Platt, der auf Instagram 74 Tausend Accounts für ihre originellen Fotos und ihr künstlerisches Auge folgen.
Und natürlich gibt es auch viele Creators, welche nicht Tausende oder Millionen von Followern haben, aber trotzdem Fotos mit Mehrwert schiessen und teilen. Fotografen laden ihre Fotos auch auf ihren eigenen Websites, Facebook oder Tumblr hoch. Denn weder Instagram noch TikTok bilden das Zentrum des Internets.

Was sind deine Gedanken zu den beiden verschiedenen Arten von Content? Lass es uns in den Kommentaren wissen!